Kontaktlinsen und Nachhaltigkeit

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Abb. 1: Neue Tageslinse aus dem Blister (Stichprobe):
links: ungetragen, neu  rechts: diese Linse einen Tag getragen

Immer mehr setzt sich das Bewusstsein zur Nachhaltigkeit durch und das Konzept der Tageslinse gerät unter Druck. Produktionsaufwand (CO2-Emission), Rohstoffe und Plastikmüll (Tonnen pro Jahr) sprechen dagegen – eine tägliche Regeneration und Wiederverwendung des eingesetzten Materials ist hierauf die richtige Antwort.

Ob nun ein Monat lang 30 Tageslinsen incl. Blister entsorgt werden oder ein Paar auf Qualität geprüfte Kontaktlinsen eingesetzt werden macht finanziell letztendlich wenig Unterschied. Für die  Umwelt und die Gesundheit des Sehens – auf dem Auge – im Auge des Betroffenen jedoch sehr wohl! (Abb.: 1)

Es macht langfristig doch mehr Sinn, täglich ein gut verarbeitetes Material zu regenerieren, anstatt jeden Morgen ein neues Risiko einzugehen, wenn der nächste Blister geöffnet wird – oder?

Die Entsorgung des dabei anfallenden Plastikmülls müsste doch (volks)wirtschaftlich eingepreist werden und ist zudem vermeidbar.

Ganz abgesehen davon, dass post-fitting kaum eine Überwachung der Gesundheit des Auges möglich bleibt! Wie ein Auto ohne Inspektion oder ein Fußballspiel ohne Torwart… kann das ins Auge gehen.

Ersetzt nun Gewinnmaximierung die Gesunderhaltung? Nachhaltig ist dieser Trend sicher nicht, im Gegenteil:

Die neue MDR EU-Verordnung VO (EU) 2017/745 ist für alle EU-Staaten ab dem 26. Mai 2021 rechtsverbindlich. Demnach sind Kontaktlinsen nun definitiv als Medizinprodukt einzustufen – mit Konsequenzen für den Kontaktlinsen-Spezialist und -Anpasser.

MDR EU-Verordnung lesen Sie mehr hier:
https://www.optikum.at/galifa-medizinprodukte-verordnung/

Dabei steht die Sicherheit der Klienten, die nun verbessert wird, im Vordergrund, weshalb das In-Verkehr-Bringen von Kontaktlinsen als Medizinprodukt erschwert wird.

Neu ist nun die gesetzliche Verpflichtung zur Ergreifung geeigneter Maßnahmen, die sämtliche vom Produkt ausgehende Risiken so weit wie möglich reduzieren sollen.


Abb. 2: blisterfrische, neue, ungetragene Tageslinse mit Produktionsrückständen (dehydriert)

Trotz perfekter Anpassungsleistung finden sich Fallstricke, wenn Material unkontrolliert abgegeben wird und auf dem Auge des Trägers landet (Abb.: 1+2).
Lesen Sie hierzu auch:
https://safycon.de/wp-admin/post.php?post=567&action=edit  

https://safycon.de/wp-admin/post.php?post=711&action=edit

Mindestens Komfortprobleme sind zu erwarten, deren Ursache ohne Qualitätscheck vor der Abgabe ungeklärt bleiben. Es empfiehlt sich daher genau genommen, eine neue Tageslinse – ähnlich wie neue Kleidung – erst zu reinigen, bevor sie mit dem Auge in Kontakt kommt.

Es darf dabei natürlich nicht außer Acht bleiben, dass nach der Herstellung und Abgabe von Kontaktlinsen deren richtige Handhabe und Pflege sicher implementiert sein muss (Abb.: 3).


Abb. 3: Die Oberflächen-Struktur eins Silikon-Hydrogels bietet guten Halt für Ablagerungen aus dem Tränenmilieu (V X 500)

Genau hier setzt SafyCon Plus an, denn es ermöglicht, Risiken der Pflege zu Hause im Badezimmer des Kunden und im eigenen Institut deutlich zu reduzieren – Kontaktlinsen täglich zu regenerieren (Abb.: 4+5):


Abb. 4: Safy-Action Plus          

SafyCon Plus desinfiziert zuverlässig alle Viren (auch Corona-Viren), Bakterien, Pilze, sowie Akantamöben, Legionellen etc. mit Peroxid (H2O2) und neutralisiert anschließend zu unkonservierter Kochsalzlösung.

Eine weitere Phase dekontaminiert währenddessen die täglichen Proteinablagerungen UND JETZT NEU auch die täglichen Fette und Lipide von der Außen- und Innenfläche der Kontaktlinse, ohne reiben zu müssen – autoaktiv.

Der gesamte Zyklus dauert maximal 2 Stunden und schont die empfindlichen Oberflächen aller modernen Materialien.


vor SafyCon Plus nach SafyCon Plus       

Eine einfache Kombilösung kann dies so umfassend nicht leisten und deren ausschließliche Verwendung ist schlichtweg riskant!

Es sind also keine weitere Kontaktlinsenflüssigkeiten und Behälter mehr notwendig und es bleibt mehr Platz im Bad und im Lager.

Inzwischen haben sich Silikon-Hydrogele durchgesetzt, sodass die Sauerstoffversorgung der Cornea, besonders aber des Endothels, deutlich verbessert ist. Deren Anfälligkeit gegenüber Lipidablagerungen aus der Umluft und dem Tränenfilm (Maibomsche Drüsen) kann nun autoaktiv entgegengewirkt werden.

Das SafyCon-Nachsorge-System unterstützt Sie bei der Implementierung eines Qualitätsmanagements zu Ihrer und Ihrer Klientel Sicherheit!

Dabei wird nicht nur der Tragekomfort post-fitting überwacht, beobachtet, und dokumentiert. Die gesammelten Daten der individuellen stoffwechselbedingten Ablagerungsneigung lassen Drop-Outs vorbeugen, sowie Ursachen erkennen und behandeln – Risiken also vermeiden.

Die komplexen Anforderungen an ein geeignetes Kontaktlinsen-Material, die Herausforderungen an die Herstellung und die Verpackung aber auch der Einsatzbereich am Auge macht schon eine Qualitätskontrolle vor der Auswahl der ersten Messlinse notwendig, um dabei das Anpassungs- Sortiment zu optimieren.

Mit einer mikroskopisch genauen Prüfung ist sichergestellt, dass die Materialqualität, die Sauberkeit bei der Herstellung und bei der Verpackung ausreichen, um für den Anpassungssatz in Frage zu kommen.

Die Oberflächen schonend zu desinfizieren und täglich ihre Sauerstoffdurchlässigkeit zu regenerieren ist eine zentrale Aufgabe der Nachversorgung im Anschluss an die eigentliche Kontaktlinsen-Anpassung


(Abb.: 6).
Querschnitt durch ein Silikon-Hydrogel: Hier muss Sauerstoff seinen Weg bis zum Auge finden

Je unkomplizierter und sicherer dies für den Kontaktlinsen-Tragenden in seinem privaten Umfeld umsetzbar ist, umso erfolgreicher ist die Aussicht einer Folgeanpassung auf ein intaktes Auge.

Seit Corona wächst bei uns allen das Gesundheits-Bewusstsein.

Anpassung und Refraktion können noch so gut sein, wenn Sauberkeit während der Herstellung sowie die Desinfektion und Dekontamination später beim Träger nicht genügend beachtet und umgesetzt werden keep it simple, keep it nice.

Der nachhaltige Anpasser kann sich durch eine lückenlose Nachversorgung absichern und so Drop-Outs aktiv verhindern. Es gilt auch hier: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Die konsequente Umsetzung ist eine vorsorgende, separate Gesundheits-Dienstleistung (After-Care) und beschränkt sich nicht auf den reinen Abverkauf von Plastik über die Ladentheke, der zeitnah im Müll landet – vermeintlich bequem aber blind für die Sorgen unserer Kinder…